Die Welt des Frühmittelalters kommt in Oldenburg zusammen

Veranstaltung am 22. & 23. Juli 2017

slawentage 2017 1Oldenburg in Holstein - Seit Jahren locken die Slawentage Mitte Juli tausende Besucher nach Oldenburg, um mittelalterliches Leben in all seinen Facetten erleben zu können. Händler, Handwerker und Krieger lassen für Gäste des Wallmuseums die frühmittelalterliche Vergangenheit Ostholsteins wieder auferstehen. 

slawentage 2017 3Das Oldenburger Wallmuseum lässt am 22. und 23. Juli nahe des historischen Fürstensitzes die slawische Vergangenheit Oldenburgs wieder auferstehen. Besonders lebendig wird die gesamte Szenerie durch die weitläufigen rekonstruierten mittelalterlichen Siedlungen, die es den Besuchern leicht machen, sich in eine Welt vor 1.000 Jahren zurückzuversetzen.

Wenigen anderen Mittelalterspektakeln ist es außerdem gelungen, sich auf dem internationalen Veranstaltungskalender zu etablieren. So finden die Slawentage bereits zum elften Mal statt und sind bereits seit längerem fester Bestandteil im Saisonkalender von Mittelalterenthusiasten aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Polen, Tschechien und sogar Neuseeland.

slawentage 2017 2Wenn die Darsteller aus aller Herren Länder zusammen kommen, wird es handfest: Es formen Schmiede aus rohem Eisen kunstvolle Messer nach Funden der alten Slawen. Nebenan färbt die Fachfrau in Pflanzensuden Garne aus Wolle und Seide, die anschließend von kundigen Handwerkerinnen zu bunten Bändern und Tuchen verwoben werden. Die Silberschmiedin ist ebenso beschäftigt, wertvollen Schmuck herzustellen, wie der Perlenmacher, der am Holzkohleofen bunte Kunstwerke aus Glas für seine Kunden herstellt. Für die Krieger und Jäger ist dagegen der Bogenbauer in seiner Werkstatt tätig.

schiffAn den mittelalterlichen Marktständen gibt es vielfältige Waren zu kaufen, die sich nicht nur für Enthusiasten eignen. Handgeschmiedete Werkzeuge sind für Hobbyhandwerker heutzutage ebenso funktional wie für den Tischler im Mittelalter. Mit natürlichen Farben gefärbte Tuche oder Garne haben erstaunlich vielfältige Farben, die auch heutigen Kleidungsstücken eine einmalige Note verleihen. Und mittelalterlicher Schmuck wirkt bemerkenswerterweise oft sehr modern.

Höhepunkte des Programms sind neben den Vorführungen von Kleidung und Bewaffnung der Wikinger und Slawen die großen Schlachten. Die Krieger werden sich vor den Augen der Besucher darin versuchen, die Burg des Fürsten von Starigard zu erobern. Kämpfer landen in Schiffen an und versuchen das Walltor zu stürmen, während die Verteidiger den Burgwall bemannen und die Angreifer mit Speeren und Steinen zurück schlagen wollen. 

slawentage33Darüber hinaus wird für Groß und Klein ein breites Programm zum Mitmachen angeboten. Die THW-Jugend sorgt auf dem Wallsee für eine Fährverbindung zwischen den beiden slawischen Siedlungen. Unterstützt von den Stiftungen der Sparkasse Holstein können Kinder, im historischen Backhaus wie vor 200 Jahren backen, oder das Gelände mit einer Rallye erkunden. Außerdem bieten die „Leute von Starigard“ unterschiedliche Handwerke des frühen Mittelalters zum Selbstausprobieren und die Möglichkeit zum Bogenschießen und Axtwerfen an. Moden- und Waffenschauen erklären den Besuchern, was schick und nützlich im Alltag und der Schlacht war.  In kostenfreien Führungen können geschichtlich besonders Interessierte darüber hinaus lernen, warum die Slawentage so gut nach Oldenburg passen.

slawntage11Für das leibliche Wohl der Gäste wird durch ein breites kulinarisches Angebot gesorgt. Auf dem mittelalterlichen Markt werden neben modernen auch urige Getränke ausgeschenkt und für den leeren Magen Wikinger-Burger oder Wildschweinbratwurst angeboten. Daneben gibt es auf dem „neuzeitlichen“ Areal auch weitere Getränke, die obligatorischen Pommes, exotisches Essen, Eis, Waffeln oder Süßigkeiten. 

Das musikalische Highlights sind die Auftritte der europaweit bekannten Mittelalterband „Percival“, die dem Publikum kräftig einheizen Kommen Sie zu den Slawentagen und genießen die Gastfreundschaft der alten Slawen!

Diesen Beitrag teilen

Facebook